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Wie man ein Rugbyspiel filmt

Rugby hat alles, was ein Video kompliziert macht: eines der längsten Spielfelder der Mannschaftssportarten, Winterspiele im Regen und ein Spiel, das enge Zusammenballungen und Läufe über die ganze Breite abwechselt. Die richtigen Reflexe sind einfach, und fast alle entscheiden sich vor dem Anpfiff.

· 6 Min. Lesezeit

Handy auf einem Stativ oben auf der Tribüne eines Amateur-Rugbyplatzes unter grauem Himmel, ein Gedränge läuft auf nassem Rasen

„Wie filmt man ein Rugbyspiel?“ Die Antworten, die man findet, handeln vor allem von automatischen Kameras und Masten. Ein Amateurverein hat öfter ein Handy, ein Stativ und einen Freiwilligen. Das genügt, sofern man den Standort wählt und vorbereitet, was schiefgehen wird.

In der Mitte, an der Seite, so hoch wie möglich

Der Referenzstandort ist auch der, den die Leitfäden für Trainer empfehlen: an der Seite des Spielfelds, auf Höhe der Mittellinie, über Kopfhöhe. Von dort sieht man die Abwehrlinien sich ausrichten und aufrücken, die Verschiebungen nach aussen und die Tiefe des Angriffs. Hinter den Torpfosten verliert man die ganze Breite; auf Bodenhöhe verdecken die Zusammenballungen alles.

Die Höhe zählt mehr als im Fussball: Ein Ruck oder ein Maul, auf Mannshöhe gefilmt, ist ein Haufen von Spielern. Zwei oder drei Meter mehr, oben auf der Tribüne oder auf einem Teleskopstativ, genügen, um zu sehen, wer ankommt, wer stehen bleibt und wo der Ball herauskommt. Die allgemeinen Regeln stehen in wo die Kamera stehen muss.

Hundert Meter plus In-goals: nicht dem Ball folgen

Ein Rugbyfeld lässt sich in einer einzigen festen Aufnahme von der Mittellinie aus schlecht abdecken, vor allem von einer niedrigen Tribüne. Zwei Lösungen: ein weiter Bildausschnitt, der akzeptiert, an den Enden etwas Detail zu verlieren, oder ein Freiwilliger, der sanft schwenkt, um dem Spiel zu folgen. Im zweiten Fall lautet die Regel, weit einzurahmen und langsam zu schwenken: Man folgt der Spielzone. Ein Pass nach aussen darf keinen abrupten Schwenk auslösen, sonst macht das Video seekrank und schneidet die Abwehr ab. Die Möglichkeiten mit zwei Geräten stehen in das ganze Spielfeld mit einem Handy filmen.

Regen und Schlamm

Rugby wird bei jedem Wetter gespielt, und das Handy mag weder das eine noch das andere. Die Vorkehrungen bestehen aus wenigen Handgriffen:

  • Ein Schutz über dem Objektiv: das Tribünendach, ein am Stativ befestigter Schirm oder eine durchsichtige wasserdichte Hülle. Ein einziger Tropfen auf dem Objektiv macht das ganze Bild für den Rest der Halbzeit unscharf.
  • Ein trockenes Mikrofasertuch in einer Tasche, für die Halbzeit, kein Papiertaschentuch, das Fusseln hinterlässt.
  • Die Powerbank im Trockenen, und das Kabel nach unten gerichtet, damit kein Wasser in den Anschluss läuft.

Das Winterlicht

Ein Spiel um fünfzehn Uhr im Dezember beginnt bei vollem Tageslicht und endet im Halbdunkel, mit tief stehender Sonne in der Mitte. Zwei Reflexe: sich mit der Sonne im Rücken hinstellen, wenn die Tribüne es erlaubt (Gegenlicht macht aus den Spielern Silhouetten), und die Schärfe sperren, ohne die Belichtung zu sperren, damit das Bild dem Lichtabfall folgt. Unter Stadionbeleuchtung ändern sich die Regeln, sie sind erklärt in warum mein Video ruckelt oder flackert.

Die Spielunterbrechungen bereitet man vor

Gedränge und Gassen sind die Momente, die die Stürmertrainer als Erstes wieder ansehen wollen, und die, die die Weitwinkelaufnahme am schlechtesten zeigt. Wenn ein zweites Handy verfügbar ist, liefert es in der Achse der Gasse, etwa zwanzig Meter entfernt und eng auf die Aufstellung eingestellt, was die Weitwinkelaufnahme nicht zeigen kann: den Wurf, den Sprung, die Unterstützung. Für das Gedränge genügt die Weitwinkelaufnahme aus der Höhe, um den Schub und das Herauskommen des Balls zu sehen.

Was man danach ansieht

Die Weitwinkelaufnahme dient drei Lesarten: die Abwehrlinie (rückt sie gemeinsam auf, oder tritt ein Spieler allein heraus?), die Unterstützung des Ballführenden (wer ist als Erster am Ruck, und nach wie langer Zeit?) und die Eroberung (gewonnene und verlorene Gassen, bei welchem Wurf). Eine Frage nach der anderen, wie in allen Sportarten: Die Methode steht in ein Spiel analysieren und gilt unverändert für Rugby.

Häufige Fragen

Wo platziert man die Kamera, um ein Rugbyspiel zu filmen?

An der Seite, auf Höhe der Mittellinie, so hoch wie möglich: oben auf der Tribüne oder auf einem Teleskopstativ. Hinter den Torpfosten verliert man die Breite.

Muss man beim Filmen dem Ball folgen?

Nein. Weit einrahmen und langsam mit der Spielzone mitschwenken. Ein abrupter Schwenk bei einem weiten Pass schneidet die Abwehr ab und macht das Video mühsam anzusehen.

Wie schützt man das Handy vor Regen?

Es unter einen Schutz stellen (Tribünendach, am Stativ befestigter Schirm oder wasserdichte Hülle) und ein trockenes Mikrofasertuch bereithalten, um das Objektiv in der Halbzeit abzuwischen.

Wie filmt man die Gassen?

Mit einem zweiten Handy in der Achse der Gasse, etwa zwanzig Meter entfernt, eng auf die Aufstellung eingestellt. Die Hauptweitwinkelaufnahme filmt weiter den Rest.

Nach Sportart: Rugby · American Football · Fussball

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Die verlorene Gasse, nicht die achtzig Minuten

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