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Ein Spiel allein filmen
Niemand hat Zeit, die Kamera zu halten, und Sie coachen während des Spiels. Besser filmen hilft da nicht, Sie müssen anders filmen.
Jede Saison kommt in Amateurvereinen dieselbe Bitte: Jemand möchte Videos, niemand hat einen Kameramann, und der einzige Freiwillige ist ein Elternteil, der dem Ball viel zu nah folgt. Das Ergebnis passt in einen Satz: eine 90-minütige Datei, hochkant gefilmt, die niemand mehr öffnet.
Mit besserer Ausrüstung lässt sich das nicht lösen. Ein Spiel filmen und eine Mannschaft coachen sind zwei Aufgaben, die nicht in dieselben Hände passen. Wer beides gleichzeitig versucht, macht beides schlecht.
Die Kamera hinstellen, nicht halten
Eine feste, weite Einstellung ist besser als eine schlecht geführte Kamera, die dem Spiel folgt. Das wirkt zuerst falsch: Muss man nicht dem Ball folgen? Für die Analyse nicht. Es zählt, wo die Spieler abseits des Balls stehen, also die Abwehrlinie, die nachrückt, der Flügelspieler, der nicht zurückläuft, der Abstand zwischen den Linien. Eine Kamera, die dem Ball folgt, schneidet genau das ab, was Sie sehen wollten.
Konkret: ein Handy auf einem Stativ, einmal vor dem Anpfiff eingestellt, danach fasst es niemand mehr an. Das Bild muss auf Höhe der Mittellinie beide Seitenlinien zeigen. Auf einem Grossfeld schafft das ein einzelnes Handy nicht immer. Nur in diesem Fall brauchen Sie zwei Geräte.
Schwierig wird es beim Wiederfinden
Angenommen, das Spiel ist ordentlich gefilmt. Am Montag wollen Sie drei Situationen zeigen. Jede dauert zwölf Sekunden und liegt irgendwo in einer anderthalbstündigen Datei. Sie müssen die Datei übertragen, durchsuchen, Zeiten notieren, schneiden. Für zwölf nützliche Sekunden sind das zwei Stunden Arbeit, und hier endet das Video in den meisten Vereinen. Es scheitert beim Sichten.
Zwei Methoden ersparen Ihnen das.
- Während des Spiels mitschreiben. Ein Notizbuch, die Uhrzeit, ein Stichwort. Kostet nichts und funktioniert, solange Sie das Notizbuch führen. Wer wirklich coacht, tut das nicht.
- Nach der Szene markieren. Sie drücken einen Knopf, wenn die Szene vorbei ist, und das Gerät behält die Sekunden davor. So funktioniert der Recall Mode von TactiCam: Beim Schlusspfiff haben Sie Ihre Clips schon, es gibt nichts zu sichten.
Die zweite Methode gibt es, weil die erste voraussetzt, dass Sie die Szene kommen sahen. Ob eine Situation interessant war, wissen Sie aber erst, nachdem Sie sie gesehen haben.
Was sich wirklich zu kaufen lohnt
Ein hohes Stativ. Es ist der einzige Kauf, der wirklich verändert, was Sie analysieren können, und der am meisten unterschätzte. Ein Fotostativ von anderthalb Metern liefert ein Bild auf Spielerhöhe, auf dem sich alle überdecken. Aus vier, fünf oder sechs Metern werden die Räume zwischen den Linien sichtbar, also genau das, was Sie sehen wollten. Schauen Sie bei Licht- und Lautsprecherstativen: Sie reichen für ein ähnliches Budget deutlich höher als ein Fotostativ. Und nehmen Sie eine Handyhalterung aus Metall, nicht aus Kunststoff. Oben auf dem Mast hält sie alles.
Erst danach: eine Powerbank und das Handy, das der Verein schon hat. Es filmt in 1080p, was für die Analyse völlig reicht. Sie schauen auf Positionen in fünfzehn Metern Entfernung, nicht auf ein Gesicht in Nahaufnahme. 4K verdoppelt die Dateigrösse und bringt für die taktische Analyse nichts.
Planen Sie für die ganze Dauer: Zwei Stunden Aufnahme leeren einen Handyakku, und das Gerät muss beim Filmen am Strom hängen. Das ist die häufigste Panne, weit vor jedem Bildproblem.
Mit zwei Handys die ganze Breite filmen
Auf einem grossen Feld deckt ein Gerät die Breite nicht ab, ohne so weit zurückzugehen, dass die Spieler nicht mehr erkennbar sind. Zwei Handys nebeneinander, jedes für eine Hälfte, ergeben ein zusammengesetztes Bild, das alles zeigt. TactiCam macht das im Panorama-Modus automatisch: Beide Geräte treten derselben Sitzung bei, und das Zusammensetzen läuft auf dem Server.
Heikel ist die Synchronisierung. Zwei von Hand gestartete Handys laufen nie genau gleichzeitig los, und eine halbe Sekunde Versatz sieht man sofort an der Naht. Das wird automatisch ausgeglichen. Wenn Sie das selbst in einem Schnittprogramm zusammensetzen, geben Sie zu Beginn ein Tonsignal.
Häufige Fragen
Braucht es eine Kamera, oder reicht ein Handy?
Ein aktuelles Handy auf einem Stativ reicht für die Analyse. Die Bildqualität ist nicht der begrenzende Faktor, Bildausschnitt und Stabilität sind es. Eine Weitwinkel-Actioncam kann auf einem sehr grossen Feld helfen, verzerrt aber die Ränder, und damit stimmen die Abstände nicht mehr.
In welcher Höhe soll die Kamera stehen?
So hoch wie möglich. Von einer Tribüne oder einem Erdwall aus erkennen Sie die Räume zwischen den Linien. Auf Bodenhöhe überdecken sich die Spieler, und die Tiefe verschwindet. Wenn es keine erhöhte Stelle gibt, macht ein Stativ von zwei Metern schon einen deutlichen Unterschied.
Darf man ein Meisterschaftsspiel filmen?
Im Amateurbereich ist es meist erlaubt, die eigene Mannschaft zu filmen, aber die Regeln von Verband und Verein sind unterschiedlich, und die gefilmten Personen müssen einverstanden sein. Siehe unseren Artikel über das Bild minderjähriger Spieler (auf Französisch).
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Das ganze Spiel mit einem Handy
Sie filmen das Spiel mit einem Handy, alles Weitere passiert in derselben App: Sie kommentieren die Szenen und zeichnen darauf, die Spieler sehen ihre Clips auf dem eigenen Handy und wissen, was sie korrigieren müssen. Die Videos liegen auf Servern in der Schweiz. 14 Tage testen, ohne Kreditkarte.